Im Rahmen des Projekts wurde ein bestehendes, innerstädtisch gelegenes Gebäude am Prachtstraße Kaiser-Wilhelm-Ring in Köln umfassend saniert und umgebaut. Der Leistungsumfang umfasste die Fassaden- und Dachsanierung, die brandschutztechnische Ertüchtigung sowie den Teilumbau der Mieteinheiten.
Die Planung und Realisierung erfolgte unter Berücksichtigung der vorhandenen Gebäudestruktur (Baujahr 1955) und der Anforderungen an die bestehende und zukünftige Nutzung. Aufgrund der komplexen Bestandssituation waren sowohl die technische und brandschutztechnische Ertüchtigung als auch die Koordination der unterschiedlichen baulichen Eingriffe und Schnittstellen wesentliche Bestandteile der Projektbearbeitung.
An der Gebäudekubatur wurde eine großflächige energetische Sanierung durchgeführt. Dabei wurden ein Großteil der bestehenden Fenster ausgetauscht sowie alle vorhandenen Vorhangfassaden demontiert, Tragkonstruktion ergänzt und durch eine hinterlüftete und gedämmte Vorhangfassade mit Faserzementplatten ersetzt. Ab dem 3. Obergeschoss wurden zur Erhöhung der Büronutzungsqualität und zur Aufwertung des Innenhofs französische Balkone harmonisch in die Fassadenfläche integriert. Darüber hinaus wurden nahezu alle Dächer energetisch saniert und für eine extensive Dachbegrünung bzw. die Installation von Photovoltaikanlagen vorbereitet. Die bestehende Fassadentragkonstruktion wurde teilweise ertüchtigt. Da diese im Bestand als Stahlkonstruktion ausgeführt war, waren zusätzliche Stahlrahmen zur statischen Ertüchtigung erforderlich. Auch die Tragkonstruktion des Gebäudes musste aufgrund bestehender brandschutztechnischer Mängel großflächig brandschutztechnisch ertüchtigt werden. Des Weiteren wurden rund 1.800 m² Fläche ausgebaut und teilweise einer neuen Nutzung zugeführt. Die Flächen werden heute überwiegend als Büro- und Konferenzbereiche genutzt.
Eine besondere Herausforderung stellte die Durchführung der gesamten Sanierungs- und Umbaumaßnahmen im vollständig vermieteten Gebäude und während des laufenden Betriebs dar. Der Betrieb des öffentlichen Mieters, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, musste während der gesamten Bauphase aufrechterhalten werden. Die damit verbundene Nutzer – und Betriebskoordination stellte eine besondere Projektanforderung und zusätzliche Koordinationsleistung dar. Hierzu wurden unter anderem regelmäßige Jour-fixe-Termine mit dem Mieter und den weiteren Projektbeteiligten durchgeführt. Bauabläufe, Bauabschnitte, Zugänglichkeiten, Arbeitsbereiche sowie notwendige Einschränkungen für den Nutzer wurden abgestimmt und fortlaufend an den Baufortschritt angepasst. Ziel war es, die Beeinträchtigungen des laufenden Betriebs möglichst gering zu halten und gleichzeitig einen sicheren und wirtschaftlichen Bauablauf zu gewährleisten.
Neben der technischen und gestalterischen Sanierung wurden auch die Anforderungen an eine nachhaltige und zukunftsfähige Gebäudenutzung berücksichtigt. Im Rahmen des Projekts wurde ein Nachhaltigkeitskonzept entwickelt und die Umsetzung der Maßnahmen im Hinblick auf die DGNB-Zertifizierung begleitet.
Darüber hinaus erfolgte eine Unterstützung bei der Identifizierung und Umsetzung von Fördermöglichkeiten sowie bei den hierfür erforderlichen projektbezogenen Abstimmungen und Nachweisen.
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