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Für das seit zwei Jahren leer stehende Supermarktgebäude an der Kirchstraße zeichnet sich offenbar eine bislang unerwartete Lösung
ab: Ein Investor will den früheren Rewe-Markt abreißen lassen und auf dem Grundstück ein zweiteiliges Gebäudeensemble mit Tiefgarage und Innenhof errichten.
Für den leer stehenden Laden gab es schon viele Ideen: Fitnessstudio, Ein-Euro-Markt, Bioladen – durchgesetzt hat sich jedoch keiner der Vorschläge, bislang scheiterten alle Verhandlungen. Zwei Jahre nach dem Rewe-Umzug haben sich die ungenutzten Räume mitten im Sanierungsgebiet der Innen stadtviel mehr als Problemleer stand erwiesen.
Das soll sich jetzt ändern: Im Ausschuss für Bau und Städteplanung haben Mitarbeiter eines Architekturbüros aus Hannover die neuen Pläne des Immobilienbesitzers vorgestellt. Er ist sich mit einem Kaufinteressenten zumindest hinsichtlich der Nachnutzung einig: Einzelhandel lässt sich dort zurzeit nicht ansiedeln, deshalb soll der gesamte Gebäudekomplex abgerissen werden und einer neuen Wohnbebauung weichen. Denn: Füreinen Umbau eignet sich offenbar die Bausubstanz nicht mehr, und für neue Wohnungen in unmittelbarer Nähe zur Fußgängerzone gibt es bereits viele Interessenten. Deshalb sollen dort zwei bis zu dreigeschossige Neubauten mit Innenhof und Tiefgarage entstehen. Geplant sind insgesamt 37 Parkplätze für 33neue Wohnungen. Im Gegensatz zum bisherigen Parkplatz, der nahezu komplett überbaut werden soll, bleibt das denkmalgeschützte Bauernhaus erhalten.
Dort war zuletzt ein Getränkemarkt untergebracht. Der Investor will das Gebäude nur leicht zurück bauen und dort ebenfalls neue Wohnungen einrichten. Zwar handelt es sich bei den Plänen nur um ein erstes Konzept. Um die städtebaulichen Anforderungen zu erfüllen, haben die Architekten aber bei der Stadt eine Bauvoranfrage gestellt – und mit ihrem Entwurf bislang alle Vorgaben erfüllt.Mit der Geschosshöhe und dem überbauten Parkplatz kann sich der Ausschuss nach Auskunft des städtischen FachbereichsleitersWolfgang Middelberg anfreunden. Weitere städtebauliche Aspekte werde der Ausschuss bei einem möglichen Bauantrag desKaufinteressenten prüfen.
Der Überbau des bisherigen Parkplatzes ist für die Stadt kein Problem. „Das sind keine öffentlichen Stellflächen, sondern Parkplätze auf privatem Grundstück“, sagt Middelberg. Die Nutzung werde vom Inhaber nach dem Rewe-Umzug nur weiter geduldet.