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Der Parkplatz des ehemaligen Rewe-Marktes in der Gehrdener Kirchstraße wird verschwinden. Auch das Marktgebäude soll es bald nicht mehr geben. Nur die alte Scheune bleibt erhalten – sie steht unter Denkmalschutz. Der bisherige Eigentümer und der Investor sind sich handlungseinig: Statt dem Einkaufs-Markt soll ein riesiges Wohnquartierentstehen.
Wir hatten immer wieder Nachfragen, mal von einem Fitnesscenter, einem Biomarkt, sogar ein Discounter hatte angeklopft“, erklärte Gehrdens Baufachbereichsleiter Wolfgang Middelberg. „Am Ende war mal die Fläche zu groß, mal der Preis – und mal beides“, fasste Middelberg zusammen. Daher habe man im Gespräch mit dem Eigentümer nach Lösungen gesucht und diese bei der Hannover Region Grundstücksgesellschaft (HRG) gefunden: Wohnbebauung.
Das Architekturbüro Guder+Hoffend aus Hannover stellte gestern im Bauausschuss die neuen Pläne vor: „Wir müssen den Planungen der Stadt und dem Nutzen unseres Auftraggebers gleichzeitig gerecht werden“, erklärten die Planer. Gemündet haben die Ideen in einem zweiteiligen Komplex mit drei Geschossigen mit Staffelgeschoss. „Der Parklpatz entfällt und wird komplett überbaut, die Autos der Bewohner der 33 Wohneinheiten finden in der Tiefgarage unterer dem Gebäudekomplex Platz“. Nur das Bauernhaus bleibe erhalten, werde aber auch zur Wohnbebauung umgestaltet und auf den Ursprung zurückgebeugt. In den Neubauten werden fünf Treppenhäuser mit Fahrstühlen eingebaut, um ein barrierefreies Wohnen zu erreichen. Bei den rund 50 Gehrdener Zuhörern stießen die Pläne anfänglich nicht auf große Freude, am Ende gab es dann doch Applaus. Einigen wurde schnell das größte Problem bewusst:„ Wo sollen wir denn zukünftig parken?“